Die Ostrá (2351 m ü.d.M.) ist ein markanter Gipfelknoten im Seitenkamm des Kriváň, dessen felsiger Grat das Furkotatal von Westen einrahmt. Wer das Tal durchquert, wird den wuchtigen Felskamm kaum übersehen — ein Gipfel, der Eindruck macht, aber sich nur schwer besteigen lässt.
Der lange südliche Grat der Ostrá ist gesäumt von einer Reihe kleinerer Türme und Scharten — darunter die Liptovská veža, die Kozia stena und die Ostrá veža — und zählt zu den abwechslungsreichsten Felsgraten in diesem Teil der Hohen Tatra. Von der Furkotatal-Seite sind die Hänge steil und technisch anspruchsvoll. Von der anderen Seite, dem Tal der Suchá voda, wirkt der Gipfel deutlich flacher und schuttreicher — doch auch hier ist eine Begehung unmöglich, da das gesamte Gebiet als Naturschutzreservat ausgewiesen ist und der Zutritt verboten ist. Die Aussicht vom Gipfel ist durch die umliegenden Kämme etwas eingeschränkt.
AufstiegsmöglichkeitenDie erste genau datierte Besteigung erfolgte 1903 durch K. Englisch und P. Spitzkopf über die Südwestflanke aus dem Tal der Suchá voda — wobei Kartografen den Gipfel nachweislich schon früher erreicht hatten.