Die Orłowa (813 m ü.d.M.) im Schlesischen Beskidengebirge ist kein Gipfel, der mit Dramatik prahlt — sie überzeugt mit einem sichelförmigen Kamm, weiten Aussichtswiesen und einem Rundblick, der die gesamte Bandbreite der schlesischen Berge entfaltet. Wer eine lohnende Halbtageswanderung abseits des Trubels sucht, ist hier genau richtig.
Der Berg besitzt vier Gipfelpunkte, die wie ein sanfter Bogen angeordnet sind; der höchste Punkt (813 m) liegt im Hauptkamm des Równica-Zuges zwischen Świniarka und Beskidek. Entlang des inneren Kammschwungs ziehen sich offene, sonnige Wiesen mit verstreuten Gehöften des Weilers Orłowa. Bei klarer Sicht reicht das Panorama von der Wielka Czantoria im Westen bis zum Baranią-Górę-Massiv im Südosten, mit Ustroń und Wisła in den Tälern darunter. Der Kamm bildet zugleich die Gemeindegrenze zwischen Brenna und Ustroń. Im Herbst leuchten die Wälder in warmen Goldtönen, im Winter liegt der Kamm ruhig unter einer Schneedecke — jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz.
AufstiegsmöglichkeitenAn den Nordosthängen der Orłowa verbergen sich die Reste eines Partisanen-Erdbunkers aus dem Herbst 1944 — erbaut von Soldaten der Heimatarmee und sowjetischen Partisanen. Ein stilles Zeugnis bewegter Geschichte in scheinbar friedlichen Wäldern.