Der Opołonek (1028 m ü.d.M.) ist einer der geheimnisvollsten Gipfel der Westbeskiden — ein Grenzgipfel mit einer bewegten Geschichte aus der Zeit des Kalten Krieges und unberührter Karpaten-Natur. Er thront über dem Uschokpass und vereint raue Landschaft mit faszinierenden historischen Spuren. Ein Ort für alle, die mehr als eine gewöhnliche Wanderung suchen.
Die Hänge des Opołonek sind dicht mit karpatischem Buchenwald bedeckt, der sich je nach Jahreszeit verwandelt — frisches Grün im Frühling, leuchtendes Gold und Rot im Herbst. Am Gipfel sind noch Reste eines Stacheldrahtzauns — das sogenannte 'Sistiema' — zu sehen, ein Überbleibsel des sowjetischen Grenzschutzes. Einst unter Niederspannung gesetzt, alarmierte jede Berührung sofort die sowjetischen Grenzsoldaten. Heute steht er als stilles Mahnmal einer geteilten Epoche. Direkt jenseits der Grenze auf ukrainischer Seite befindet sich der Dobosch-Felsen, ein Naturdenkmal voller lokaler Legenden.
AufstiegsmöglichkeitenAm Opołonek wachsen Arnika und weißer Wachtelweizen — in Polen seltene Pflanzenarten. Und Ende der 1920er Jahre wanderte Józef Piłsudski selbst mit seinen Kindern bis zum sagenumwobenen Dobosch-Felsen herauf.