Die Brandkoppe — auf Polnisch Opalony Wierch (2115 m ü. NHN) — ist einer jener Tatra-Gipfel, die mit unberührter Wildnis und weiten Aussichten belohnen, statt mit Menschenmassen am Gipfel. Eingebettet in den langen Nordostgrat des Szpiglasowy Wierch, besitzt der Berg zwei Kuppen (2115 m und 2105 m) und zieht alle an, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade wandern möchten.
Die Landschaft rund um die Brandkoppe beeindruckt zu jeder Jahreszeit. Steile Flanken werden von tiefen Rinnen durchzogen — dem Głęboki Żleb, dem Żleb Żandarmerii und dem Biały Żleb — durch die im Winter und Frühling gewaltige Lawinen donnern. Im Sommer leuchten die Almwiesen grün, und vom Grat öffnen sich atemberaubende Blicke ins Tal der Fünf Polnischen Seen und ins Rybi-Potok-Tal. Im Herbst färben Latschen und Buchen die Hänge in Gold und Rot. Das gesamte Gebiet steht unter strengem Naturschutz — Gämsen springen hier über die Felsen, und Bärenspuren sind keine Seltenheit.
AufstiegsmöglichkeitenAn den Hängen der Brandkoppe gedeihen seltene Pflanzenarten, die in Polen fast ausschließlich in der Tatra vorkommen — darunter die Zurückgebogene Steinbrech-Art, das Ungarische Berufkraut, Saussurea discolor und eine seltene Kiefernhybride. Der Name 'Opalone' (dt. 'verbrannt') taucht bereits in Dokumenten des 18. Jahrhunderts auf.