Der Obawskyj Kamin (979 m ü. M.) ist einer jener Gipfel, die man so schnell nicht vergisst — durch dichte Karpathenwälder aufgestiegen, erwartet einen auf dem Gipfel ein über 80 Meter hoher, freistehender Fels mit einer Aussicht, die von der Tiefebene Transkarpatiens bis zu den Karpathenkämmen reicht. Ein lohnender Ausflug abseits der großen Touristenströme.
Der Gipfel liegt im westlichen Teil des Syniak-Massivs, an der Kreuzung der Kämme Plischka und Towstyj, die zum Vulkanischen Kamm gehören. Der Aufstieg führt durch gemischte Wälder aus Eiche, Hainbuche und Buche, die im Sommer angenehmen Schatten spenden und im Herbst in warmen Farben leuchten. Die Gipfelhänge sind steil, doch der Aufwand lohnt sich: Von der freiligenden Felskanzel blickt man im Süden auf die Burg von Munkács und die weite Transkarpatische Tiefebene. Die felsigen Klippen, die rund um den Gipfel verstreut sind, verleihen der gesamten Landschaft einen malerischen, fast märchenhaften Charakter. Das nächstgelegene Dorf Syniak mit seinem gleichnamigen Kurhaus liegt in unmittelbarer Nähe.
Aufstieg zum GipfelSeinen Namen verdankt der Berg dem Dorf Obawa südlich des Gipfels — ein kleines sprachliches Band zwischen dem wilden Fels und der ruhigen Kulturlandschaft zu seinen Füßen.