Die Niżnia Kopa (1711 m ü.d.M.) ist eine markante Felsschwelle in den polnischen Hohen Tatra, die das Tal der Fünf Polnischen Seen von dem Roztoka-Tal trennt. Kein klassischer Gipfel zum Erklettern — und doch kennt sie jeder, der zur PTTK-Berghütte im Fünf-Seen-Tal wandert.
Sie erhebt sich nur 43 Meter über den Spiegel des Vorderen Sees (Przedni Staw), fällt aber zur Roztoka-Talseite hin mit einer mehrere Dutzend Meter hohen Steilwand ab. Die übrigen Hänge sind sanfter und mit Latschenkiefern bewachsen, in denen die in Polen sehr seltene Elsbeere wächst. Rund um den Gipfel öffnen sich schöne Blicke auf den Vorderen See und die ihn umrahmenden Felsen. Der benachbarte Litworowy-Couloir, der zwischen Niżnia Kopa und Wyżnia Kopa ins Tal stürzt, vervollständigt das großartige Alpinpanorama. Im Winter verwandelt sich die gesamte Gegend in eine ernsthafte Herausforderung für erfahrene Berggeher.
Wie man den Gipfel erreichtIm Winter 1976 kamen zwei erfahrene Wanderer im Schneesturm an den Hängen der Niżnia Kopa ums Leben — erschöpft, nur wenige Meter von der Hüttentür entfernt. Eine eindringliche Mahnung, die Tatra im Winter niemals zu unterschätzen.