Der Martwiec, auf Tschechisch Mrtvý vrch (668 m ü.d.M.), ist ein stiller Grenzgipfel im Zawory-Kamm der Mittleren Sudeten, genau auf der polnisch-tschechischen Staatsgrenze. Wer Ruhe und unberührte Natur sucht, wird hier fernab der Besuchermassen fündig.
Der Gipfel hat die Form eines flachen Tafelbergs — eine breite, kaum aus dem Kamm herausragende Kuppe, die nahezu unmerklich in die Hänge der Nachbargipfel übergeht. Am interessantesten ist der Westhang: Er fällt steil ab und birgt zwischen den Bäumen Felsgruppen, die einige Meter hohe senkrechte Wände bilden. Nach Osten hin senkt sich das Gelände sanft in Richtung der tschechischen Ortschaft Adersbach (Adrspach). Dichter Fichtenwald bedeckt den gesamten Gipfelbereich; am Fuß des Berges wechseln auf beiden Seiten der Grenze Wiesen und Äcker ab. Im Winter verwandelt sich der Wald in eine stille, verschneite Welt; im Sommer spendet er angenehmen Schatten.
AufstiegsmöglichkeitenDer Berg besteht aus oberkretazischem Quadersandstein — demselben Gestein, das wenige Kilometer entfernt die spektakulären Felstürme der tschechischen Adersbach-Weckelsdorfer Felsen bildet.