Der Menczył (1008 m ü. NN) ist einer der geheimnisvollsten Gipfel der Westlichen Bieszczady — er liegt genau auf der polnisch-ukrainischen Grenze, und sein Name stammt aus dem Walachischen und bedeutet schlicht 'Hügel'. Hier regiert die unberührte Natur, und menschliche Besucher sind bewusst selten.
Das Massiv besitzt drei Gipfelpunkte: den höchsten Hauptgipfel auf polnischer Seite, einen zweiten direkt auf der Staatsgrenze und einen dritten bereits auf ukrainischem Gebiet. Die Landschaft ist abwechslungsreich und eindrucksvoll — steile Nord- und Südhänge stehen im Kontrast zu dem sanfter abfallenden Grat, der westlich zum Beskid-Pass (785 m ü. NN) hinunterführt. Auf der polnischen Seite gibt es zahlreiche Lichtungen, die im Sommerlicht besonders schön wirken. Der Bach Wołosatka umfließt den nördlichen Fuß des Berges, während die Südhänge zum Schwarzen Meer entwässern — ein seltener Ort, an dem Wasser in zwei Richtungen des Kontinents abfließt.
Anfahrt zum GipfelDer Name 'Menczył' ist ein sprachliches Erbe der walachischen Hirten, die diese Berge jahrhundertelang mit ihren Herden durchzogen — ein stilles Zeugnis der einst vielkulturellen Geschichte des Bieszczady-Grenzlandes.