Der Kupferberg (tschechisch Měděnec, 777 m ü. NN) ist der höchste Gipfel der Libverder Hochfläche im Isergebirge — ein kegelförmiger, waldbedeckter Berg mit einer jahrhundertelangen Bergbaugeschichte, stillen Buchenwäldern und geheimnisvollen Stollen, in denen heute seltene Fledermäuse überwintern. Wer hier wandert, tritt in eine der ruhigsten Ecken des böhmischen Isergebirges.
Die West- und Südflanken des Berges fallen steil zum Sattel des Verlorenen Baches (Ztracený potok) ab, der den Kupferberg vom benachbarten Svinský vrch (756 m) trennt. Im Südosten erhebt sich das Massiv des Smrk, des höchsten Gipfels im tschechischen Isergebirge. Auf den Hängen des Kupferbergs gibt es keinerlei Bebauung — nur alte Buchenwälder, Waldwege und die Stille eines weitgehend unberührten Mittelgebirges. Im Herbst leuchten die Buchenwälder in warmen Goldtönen, im Winter sorgen Raureif und Nordwinde für alpinen Charakter, und im Sommer bieten die Forstwege angenehme Kühle.
AufstiegsmöglichkeitenAm 16. Juni 1941 prallte eine deutsche Heinkel He 111 B im Nebel gegen den Hang des Kupferbergs; alle fünf Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Ein kleines Denkmal an einem Baum nahe des Gipfels erinnert noch heute an dieses Unglück.