Der Mały Regiel (1.141 m ü. d. M.) ist ein vollständig bewaldeter Vorgebirgsgipfel in den Westlichen Tatra in Polen, eingebettet zwischen dem unteren Teil des Kościeliska-Tals und dem Stanikowy-Żleb-Graben. Er bildet den nordwestlichen Abschluss des Małołączniak-Kamms — ein stilles, natürliches Eck der Tatra, das sich in jeder Jahreszeit besonders ruhig und ursprünglich anfühlt.
Die Hänge sind dicht mit Fichten, Buchen und Tannen bewachsen, doch das botanische Highlight sind die hier vorkommenden Relikt-Kiefern — seltene Überreste früherer Waldgemeinschaften dieser Region. Die nordwestlichen Hänge sind merklich aufgelichtet und verleihen der Landschaft einen offeneren Charakter. Am Nordrand der nahe gelegenen Lichtung Wyżnia Kira Miętusia ragen steil abgeschnittene Kalkstein- und Dolomitfelsen in die Höhe und bilden das östliche Tor des Niżnia-Kościeliska-Tores, auch als Kantaka-Tor bekannt — ein eindrucksvolles Naturdenkmal. Nach starken Regenfällen führen die kleinen Rinnsale des Westhangs reißende Bäche, die über Jahrhunderte Schuttkegel auf der Lichtung aufgebaut haben.
AufstiegsmöglichkeitenDie Sandsteine, Konglomerate und Nummuliten-Kalksteine, aus denen der Mały Regiel aufgebaut ist, erzählen von urzeitlichen Meeren, die dieses Gebiet vor Millionen von Jahren bedeckten — eine Geologie, die man unter den Füßen spüren kann.