Der Malý Manín ist ein Gipfel für Entdecker — ein wilder Kalksteinmassiv in den Strážov-Bergen der Slowakei, gespickt mit Felstürmen, Karstphänomenen und einem wunderbaren Blick hinab ins Váh-Tal, den kaum ein Tourist zu Gesicht bekommt. Wer abseits markierter Wege sucht, wird hier reich belohnt.
Der Berg hat die Form einer lang gezogenen Kuppe von etwa 2 km Länge in Nord-Süd-Richtung. An den östlichen und südlichen Hängen treten Kalksteine und Konglomerate aus dem Jura und der Unterkreide als eindrucksvolle Felsstufen, Wände und Bastionen zutage. Vom Gipfelbereich öffnet sich ein schöner Ausblick über das Váh-Tal zu den Javorníky-Bergen auf der anderen Seite des Flusses. Der größte Teil des Massivs ist von Buchenwald bedeckt, an den Felsen gedeiht eine artenreiche kalkliebende Flora. Besonders stimmungsvoll ist der Besuch im Herbst, wenn der Buchenwald in leuchtendem Gold erstrahlt.
Aufstieg zum GipfelEin speleologisches Highlight ist die Jašteričia priepasť — ein schachtartiger Eingang, der durch den Einsturz einer unterirdischen Kammerndecke entstanden sein dürfte und in die größte unterirdische Halle der gesamten Manínska vrchovina führt, wo jedes Jahr Fledermäuse überwintern.