Die Kleine Polnische Kapelle — auf Polnisch Mały Kościelec — ist ein weitläufiger Felsgrat im Herzen der Hohen Tatra, der Wanderern beeindruckende Panoramen ohne technische Kletterei bietet. Der Kamm thront über der malerischen Hala Gąsienicowa und bildet eine natürliche Grenze zwischen zwei der schönsten Hochtäler des Gebirges.
Der Grat trennt das Schwarze Gąsienica-Tal vom Grünen Gąsienica-Tal, wobei der Schwarze Gąsienica-See zu Füßen der Osthänge liegt und der Doppelsee Dwoisty Staw auf der Westseite glitzert. Die Vegetation reicht von dichten Latschenfeldern auf den sanfteren Abschnitten bis zu blankem Fels an den Gipfelpartien. Im Sommer ist die Gratwanderung ein lohnender Ausflug, im Herbst leuchten die Latschen golden und verleihen der Landschaft eine besondere Stimmung.
Anstieg zum GipfelDer Gedenkstein am Schwarzen See markiert den Ort, an dem der bedeutende polnische Komponist Mieczysław Karłowicz 1909 durch eine Lawine sein Leben verlor — eine bewegende Geschichte, die diesem wunderschönen Ort eine nachdenkliche Tiefe verleiht.