Mały Kopieniec gehört zu jenen Gipfeln der Tatra, von denen kaum jemand spricht — und genau darin liegt sein Reiz. Ein vergessener, vollständig bewaldeter Gipfel im Chochołowska-Tal, der keine Menschenmassen anzieht, weil schlicht kein markierter Wanderweg hinaufführt.
Der Gipfel erhebt sich als Fortsetzung des Kulawiec-Grats, der vom Trzydniowiański Wierch nach Norden abzweigt. Vom Kulawiec ist er durch den kleinen Sattel Wyżni Kopieńcowy Przechód getrennt. Im Norden grenzt er an den niedrigeren, aber markanteren Wielki Kopieniec — beide Erhebungen trennt der Pass Kopieńcowy Przechód. Die Osthänge von Mały Kopieniec fallen zum unteren Teil des Starorobociańska-Tals ab, die Westhänge zur wilden Rinne Krowiniec, auch Krowi Żleb genannt. Der gesamte Gipfel ist von dichtem Bergwald bedeckt, weshalb es hier keine Aussichtspunkte oder Panoramen gibt — ein Ort für alle, die stille Wälder und unberührte Winkel der Westtatra schätzen.
Wie man den Gipfel erreichtIm Podhale-Dialekt bezeichnet 'kopieniec' einen Berg in Form eines Hügels — und es gibt in der Tatra noch einen weiteren Gipfel mit demselben Namen, im Olczyska-Tal. Mały Kopieniec ist somit ein Ort für alle, die versteckte Winkel der Tatra abseits der Menschenmassen suchen.