Die Kleine Gerlsdorfer Spitze (2601 m ü. d. M.), auf Slowakisch Kotlový štít, ist der niedrigste Gipfel im Gerlach-Massiv — und dennoch ein beeindruckender Hochgebirgsberg, der die umliegenden Täler weit überragt. Wer hier oben steht, genießt einen der schönsten Rundblicke über die Hohe Tatra.
Der Gipfel bildet einen markanten Knotenpunkt, von dem zwei Grate abzweigen, die den eindrucksvollen Gerlachkessel (Gerlachovský kotol) umrahmen. Darunter breiten sich die Velická-Talsenke und das Batizovská-Tal aus. Das Gelände ist schroff und felsig — im Sommer ein lohnendes Ziel für erfahrene Bergsteiger, im Winter eine ernsthafte alpine Herausforderung. Die erste Winterbesteigung gelang erst am 19. März 1928.
AufstiegsmöglichkeitenDie erste dokumentierte Besteigung unternahm der zipsdeutsche Führer Martin Spitzkopf Ende der 1860er Jahre — zuvor könnten bereits Gamsenjäger den Gipfel betreten haben.