Die Mała Krokiew (1365 m ü.d.M.) ist der niedrigere der beiden Gipfel des Krokiew-Massivs im Unter-Waldgürtel der polnischen Westlichen Tatra. Der Gipfel selbst ist für Besucher nicht zugänglich, doch die Wege an seinen Hängen führen durch schattige Wälder und offene Kämme mit Blick in die umliegenden Täler — eine ruhige Alternative zu den viel besuchten Tatrapfaden.
Das Massiv besteht aus dunkelgrauen, plattigen Triassdolomiten, die dem Gelände einen ursprünglichen, rauen Charakter verleihen. Die Westhänge fallen ins Tal Dolina Białego ab, die Osthänge Richtung Dolina Bystrej. Im Norden verbindet der flache Sattel Siwarowe Siodło den Gipfel mit der Haupt-Krokiew (1378 m); im Süden grenzt er an den Biały-Kamm und die Kuppe Biała Czubka. Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Besuch — im Frühjahr leuchtet der Regenwald grün, im Sommer spendet er angenehmen Schatten, im Herbst leuchten die Buchen golden, und im Winter liegt ruhige Stille über den verschneiten Hängen.
Zugang zum GipfelDie Hänge der Mała Krokiew sind eng mit dem Erbe des heiligen Adam Chmielowski (Bruder Albert) verbunden, der in der Nähe ein Kloster gründete — ein Spaziergang hier ist also zugleich ein kulturelles Erlebnis.