Die Mała Koszysta (2.014 m ü. d. M.) ist einer der nördlichsten Zweitausender der Tatra — ein karger Granitgipfel, der das Waksmundzka-Tal vom Pańszczyca-Tal trennt. Wer die wilde, unberührte Seite der Tatra abseits der touristischen Pfade sucht, wird hier fündig.
Das Massiv besteht aus Granit und ist von Bergwiesen bedeckt, durchsetzt mit Resten uralter Fichtenwälder mit Zirbelkiefern. Das Zirbelkiefervorkommen auf der Mała Koszysta gilt als eines der höchstgelegenen in Polen und wird seit 2002 wissenschaftlich beobachtet. Die Hänge beherbergen seltene Pflanzen, die in Polen nur in der Tatra zu finden sind — darunter der Gletscher-Enzian, die Spießweide und das Ungarische Berufkraut. Bären sind in diesem Gebiet regelmäßig anzutreffen, was dem Gipfel seinen echten Wildnischarakter verleiht. Im Winter verwandelt sich der Gipfel in eine alpine Einsamkeit.
Anfahrt und AufstiegDie erste dokumentierte Winterbegehung der Mała Koszysta gelang Witold Henryk Paryski und Stanisław Krystyn Zaremba am 17.–18. April 1931 — eine Pionierleistung in der Geschichte des Tatra-Winteralpinismus.