Die Makiwka (933 m ü. M.) im Hohen Beskidengebirge ist ein Gipfel, der karpatische Naturschönheit mit einem tief bewegenden Stück Geschichte verbindet. Rund 8 km nördlich von Slavske gelegen, zieht sie Wanderer ebenso an wie Menschen, die einem der bedeutendsten ukrainischen Gedenkstätten ihre Ehrerbietung erweisen möchten.
Der Gipfel fügt sich ein in die bewaldeten, sanft geschwungenen Kämme dieses Teils der Karpaten. Vom Scheitel aus blickt man über dicht bewaldete Täler und weite Bergwiesen, die sich mit den Jahreszeiten verwandeln — sattgrün im Sommer, leuchtend golden und rostrot im Herbst. Die Stimmung auf dem Gipfel ist still und andächtig: Ein restaurierter Friedhof mit 50 Grabkreuzen der Ukrainischen Sitschi-Schützen und einem Denkmal für die unidentifizierten Gefallenen verleiht dem Ausflug eine besondere, nachdenklich stimmende Tiefe.
Anstieg zum GipfelEnde April und Anfang Mai 1915 hielt eine zahlenmäßig weit unterlegene Einheit ukrainischer Sitschi-Schützen auf diesen Hängen mehrere Tage lang russischen Truppen stand — eine Leistung, die diesen schlichten 'Hügel' zu einem dauerhaften Symbol des ukrainischen Nationalgeistes machte und bereits in den 1930er Jahren Jugendwallfahrten anzog.