Die Magura Witowska (1.231 m ü. M.) thront direkt auf der polnisch-slowakischen Grenze, hoch über dem Kurort Oravice, und gehört zu jenen Gipfeln, die einen mit einem wirklich freien Blick in alle Himmelsrichtungen belohnen. Als dritthöchster Gipfel der Skorušinské vrchy vereint er Karpatencharme mit der Kulisse der Westlichen Tatra — ein stilles, aber eindrucksvolles Ziel.
Ein Windbruch hat den Gipfelbereich von Bäumen befreit und so eine offene Aussichtskanzel geschaffen, die kaum zu überbieten ist. Im Süden erheben sich die Westlichen Tatra markant am Horizont, im Westen erstrecken sich die Rücken des Skorušina-Gebirges, und nach Norden öffnet sich der Blick weit ins polnische Witów-Tal. Wer genauer hinschaut, steht hier buchstäblich auf dem europäischen Wasserscheideweg zwischen Schwarzem Meer und Ostsee: Wasser von den West- und Südabhängen fließt zur Orava und weiter zur Donau, während die östlichen Hänge den Schwarzen Dunajec und die Weichsel speisen. Im Frühling blühen die Bergwiesen, im Sommer bietet die Höhenlage angenehme Kühle, und im Herbst leuchten die Wälder ringsum in warmem Gold.
AufstiegsmöglichkeitenDie Magura Witowska ist einer der wenigen Orte in den Karpaten, wo man mit einem Bein im Einzugsgebiet der Ostsee und mit dem anderen im Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres steht — eine geographische Kuriosität, die diesen Grenzgipfel unvergesslich macht.