Das Massiv Łysanki gehört zu jenen Tatra-Gipfeln, die ihren Reiz hinter einem dichten Waldmantel verbergen. Mit 1447 m ü.d.M. erhebt es sich zwischen dem Strążyska-Tal und dem Mała-Łąka-Tal und beeindruckt durch wildromantische Felsformationen, kleine Höhlen und seltene Pflanzenarten.
Das aus Dolomit und Kalkstein aufgebaute Massiv ist nahezu vollständig bewaldet — stellenweise hat sich der ursprüngliche Karpaten-Buchenwald in bemerkenswerter Qualität erhalten. An den zum Strążyska-Tal abfallenden Hängen tauchen markante Felstürme aus dem Wald auf: Kiernia, Skała Jelinka, Kominy Strążyskie, Kapelusze und Czarna Turnia sind die bekanntesten. Im Grat des Pośredni Wierszyk versteckt sich eine ganze Gruppe von Felstürmen, die als Jasiowe Turnie bekannt sind. Nahe des Gipfels erinnern noch heute offene Lichtungen an den verheerenden Sturm von 1968, nach dem sich der Wald bis heute nicht vollständig erholt hat.
AufstiegsmöglichkeitenAuf den Łysanki wurden zwei seltene Pflanzenarten nachgewiesen: das Widerbart-Knabenkraut ('Epipogium aphyllum') und Hoppes Edelweiß — ein wesentlicher Grund für den strengen Schutzstatus des Massivs.