Lysá hora ist ein unscheinbarer Hügel bei Bělá pod Bezdězem, der mit gerade einmal 365 Metern über dem Meeresspiegel eine echte Überraschung bereithält — einen verlassenen Steinbruch, der den Gipfel förmlich in zwei Hälften teilt. Für alle, die Orte lieben, an denen Natur und Industriegeschichte aufeinandertreffen, ist das ein spannendes Ziel.
Die Atmosphäre hier unterscheidet sich deutlich von klassischen Berggipfeln — roh, ein wenig wild und voller Kontraste. Die Steinbruchwände ragen bis zu 20 Meter hoch auf, und das markanteste Element ist ein in den Fels gehauenes Felsfenster, ein beliebtes Fotomotiv. Von verschiedenen Punkten auf dem Hügel bieten sich Teilausblicke auf den Bezděz, die Vrátenská hora, die Housecké vrchy und den Chloumecký-Kamm. Der Untergrund des Hügels ist zudem eine bedeutende Wasserquelle — Quellen am Nordhang speisen zwei Becken, die früher als Schwimmbad und kleiner Teich für sowjetische Soldaten dienten, da das Gebiet einst zum ehemaligen Militärgebiet Ralsko gehörte. Weitere Zeugnisse dieser Zeit — Bunker, Schießscharten und andere militärische Anlagen — finden sich noch heute in den Wäldern südlich des Hügels, darunter auch eine ehemalige Anlage, die zum Flüchtlingslager Jezová umgebaut wurde.
Aufstieg zum Gipfel
Praktische Informationen
Selten vereint ein so kleiner Hügel so viele Kontraste — das in Fels gehauene Fenster, die Steinbruchwände und die Spuren der sowjetischen Militärzeit machen Lysá hora zu einem wirklich ungewöhnlichen Ziel in Mittelböhmen.