Der Lubomir (904 m ü. d. M.) ist der höchste Gipfel des Lubomir-Łysina-Kamms — ein stiller, vollständig bewaldeter Beskidengipfel, der mit einer ungewöhnlichen Attraktion aufwartet: einem echten Astronomischen Observatorium direkt auf dem Scheitelpunkt. Wer hier wandert, verbindet Natur mit einem Stück faszinanter Wissenschafts- und Kriegsgeschichte.
Weitreichende Aussichten gibt es auf dem dicht bewaldeten Gipfel nicht, dafür aber eine fast meditative Ruhe im Schatten alter Bäume. Die Nordhänge fallen deutlich steiler ab als die sanften Südhänge — je nach Aufstiegsroute erlebt man also ein ganz anderes Berggesicht. Im Herbst leuchtet der Mischwald in warmen Farben, im Winter liegt Schnee auf den Pfaden, und im Frühling erwachen die kleinen Bäche Niedźwiadek, Lipnik und Smarkawka, die hier ihren Ursprung nehmen. Der Lubomir lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
AufstiegsmöglichkeitenVon dem 1922 erbauten Originalobservatorium — im September 1944 von deutschen Truppen niedergebrannt — sind nur noch die Betonstufen und der Teleskopsockel erhalten. Sie stehen still neben dem neuen Gebäude und erzählen mehr als jede Infotafel.