Die Kyrkawica (978 m ü. d. M.) liegt im Hauptkamm des Stożek-Czantoria-Gebirges in den Schlesischen Beskiden — und genau auf der polnisch-tschechischen Staatsgrenze. Wer abseits der bekannten Gipfel wandert, wird hier mit einem ruhigen Kammweg, ungewöhnlichen Felsformationen und einer grenzüberschreitenden Wegevielfalt belohnt.
Am Gipfel der Kyrkawica wechselt der Hauptkamm abrupt seine Richtung — von West-Ost nach Nord-Süd — und gibt dabei auf den südwestlichen Hängen den Blick auf die Mährisch-Schlesischen Beskiden mit der markanten Lysá hora und ihrem Fernsehturm frei. Die Landschaft wandelt sich mit den Jahreszeiten: sattgrüne Buchenwälder im Sommer, ein Farbenrausch im Herbst und stille verschneite Pfade im Winter. Ein besonderes Highlight sind die sogenannten 'Steinpilze der Kyrkawica' — eindrucksvolle Felsausläufer aus grobkörnigem Istebna-Sandstein, die durch Erosion in pilzartige Formen geschliffen wurden.
AufstiegsmöglichkeitenDer Name 'Kyrkawica' leitet sich wahrscheinlich vom tschechischen Wort 'krkavec' (Rabe) ab — der Berg wäre also der 'Ort der Raben'. Eine weitere Theorie verbindet den Namen mit dem lokalen Dialektwort für 'zerzausen', ein Verweis auf die unregelmäßige, wild wirkende Form des Gipfels.