Der Krottenkopf, auch Großer Krottenkopf genannt, ist mit 2656 m der höchste Berg der Allgäuer Alpen und liegt auf österreichischem Boden nahe der Grenze zu Deutschland. Für Gipfelsammler der Region ist er ein Muss.
Der Gipfel gehört zu einem Seitenast der Hornbachkette, die sich vom Allgäuer Hauptkamm nach Osten erstreckt. Der Aufstieg führt durch Schutt- und Plattenfelder, vorbei an eindrucksvollen Karlandschaften, und belohnt mit weiten Ausblicken über die Allgäuer und Lechtaler Alpen. Im Sommer sind die Wege gut besucht, im Frühjahr und Herbst erschweren Schneereste in den Rinnen die Tour merklich.
Wie man den Gipfel erreicht
- Oberstdorf (815 m) über die Spielmannsau zur Kemptner Hütte (1844 m) — E5, ca. 4 Stunden, danach Normalweg über das Obere Mädelejoch und die Krottenkopfscharte zum Gipfel, knapp 3 Stunden, mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich
- Holzgau (1103 m) im oberen Lechtal durch das Höhenbachtal, vorbei am Simms-Wasserfall und der Unteren Roßgumpenalpe zur Krottenkopfscharte, knapp 4 Stunden
- Alternative Zustiege: von der Bernhardseck-Hütte über die Mutte und den Strahlkopf, von der Hermann-von-Barth-Hütte durchs Hermannskar oder von Elbigenalp durchs Bernhardstal
Praktische Informationen
- Der Normalweg erfordert Trittsicherheit und im Gipfelbereich Schwindelfreiheit (kurze Kletterstelle UIAA I)
- Die Route quert am Oberen Mädelejoch die Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland
- Anspruchsvolle Alternative: der Nordgrat mit zwei kurzen und einer längeren Passage im Schwierigkeitsgrad UIAA III, Zustieg weglos durchs Öfner Kar zur Hermannskarscharte
Als höchster Gipfel der gesamten Allgäuer Alpen ist der Krottenkopf ein besonders begehrtes Ziel für alle, die die Region komplett erwandern wollen.