Die Kreuzwandspitze ist ein 3031 Meter hoher Gipfel der Glocknergruppe, mitten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Wer hier hinaufsteigt, sucht Ruhe und echtes Bergerlebnis – abseits der Massen, die sich rund um den nahen Großglockner tummeln.
Der Berg besticht durch seine breite Ostwand, die Kreuzwand, und einen langen Südsüdostgrat, den Kastenschneid, an dem Innerer Kasten, Hoher Guldanoa und Äußerer Kasten liegen. Das Kristallschartl trennt die Kreuzwandspitze vom benachbarten Kristallspitzl. Südöstlich öffnet sich das wilde Kar Tschadinpfohl mit seinen markanten Hangstufen, westlich zieht sich das Tal des Teischnitzbachs entlang. Die Landschaft ist typisch hochalpin – karg, steinig, im Winter unzugänglich, dafür im Sommer und Herbst mit weiten Ausblicken auf die umliegenden Dreitausender belohnend.
So erreicht man den Gipfel
Gut zu wissen
Die erste dokumentierte Begehung gelang Th. und B. Hinrichsen am 27. Juli 1965 über den Südsüdostgrat bzw. den Südwestanstieg. Wer die Kreuzwandspitze wirklich als Erster bestieg, ist bis heute nicht überliefert – ein kleines Geheimnis, das der Berg bis heute bewahrt.