Der Königshaner Spitzberg — tschechisch Královecký Špičák — ist mit 880 Metern der höchste Gipfel der Vraní hory (Krähenberge) auf tschechischer Seite und überragt die umliegenden Ortschaften im Westen um beachtliche 300 bis 350 Meter. Sein markanter, spitzer Umriss hat dem Berg schon immer seinen Namen gegeben und macht ihn zu einem unverwechselbaren Wahrzeichen des mittleren Sudetenraums.
Der Gipfel besitzt eine kuppelförmige Gestalt mit steilen Flanken und einem deutlich ausgeprägten Scheitelpunkt, auf dem ein Fernmeldeturm steht. Die gesamten Hänge sind mit Mischwald der unteren Bergstufe bewachsen, mit einem kleinen Anteil an Buchenbestand — im Sommer angenehm schattig, im Herbst in warmes Gold und Kupfer getaucht. Das Panorama vom Gipfel reicht vor allem nach Westen und Nordwesten: sichtbar sind das Landshuter Tor mit dem Dorf Královec, die Umgebung von Žacléř, der Rýchory-Rücken, der Heuscheuergebirge-Kamm, die höheren Lagen des Riesengebirges sowie das Braunauer Bergland.
AufstiegsmöglichkeitenDer Berg besteht hauptsächlich aus Porphyr — einem harten Vulkangestein, das dem Sudetenraum seinen charakteristischen geologischen Charakter verleiht. Wer den Gipfel erreicht, wird mit einem der weitreichendsten Ausblicke der gesamten mittleren Sudeten belohnt.