Der Kozol (1.119 m ü. M.) ist ein markanter, größtenteils bewaldeter Gipfel in der Kleinen Fatra, der weit mehr zu bieten hat als seine bescheidene Höhe vermuten lässt. Er erhebt sich über dem Medzihorská-Tal im westlichen Teil der Martinské hole und begeistert mit beeindruckenden Felsformationen, uralten Buchenwäldern und einer echten Wildnis voller seltener Tier- und Pflanzenarten.
Die Natur rund um den Kozol ist so wertvoll und unberührt, dass das Gebiet seit 1993 als Nationales Naturschutzgebiet ausgewiesen ist (91,58 ha). Besonders sehenswert sind die Kalkstein-Buchenwälder und die felsigen Formationen am süd-westlichen Seitenkamm — in einem dieser Felsen ist eine Statue der Jungfrau Maria versteckt. Unweit der Zufahrtsstraße stehen mehrere Kreuze, die vom tiefen Glauben der Einheimischen zeugen. Im Sommer spendet der dichte Wald angenehmen Schatten, im Herbst leuchten die Buchenhänge golden und im Winter verwandelt sich der Berg in eine stille, eindrucksvolle Winterlandschaft. Braunbären, Wölfe, Luchse und Rothirsche sind hier keine Seltenheit.
Aufstieg zum GipfelIm September 1974 zerschellte ein militärisches MiG-21-Kampfflugzeug mit etwa 800 km/h am Westhang des Kozol — die Trümmer wurden erst vier Tage später von einem Jäger entdeckt, der die glänzenden Überreste durch sein Fernglas erspähte.