Kotoń ist ein weitläufiges Bergmassiv im Beskid Makowski (Makowskie Beskiden) im südlichen Polen, das zum Kammzug der Koskowa Góra gehört. Der höchste Gipfel — Solnisko (857 m ü. d. M.), auch einfach Kotoń genannt — liegt inmitten dichter Wälder. Das Massiv erstreckt sich über rund 18 km Länge und 10 km Breite und bietet ruhige, wenig begangene Wege abseits des Touristenstroms.
Der Hauptkamm des Kotoń ist bemerkenswert gleichmäßig. Die nördlichen Hänge sind kurz und steil und fallen ins Trzebuńka-Tal ab, während die südlichen Flanken sanfter und länger sind und sich zum Krzczonówka-Tal hin erstrecken. Von Süden und Osten reichen Felder und Ortschaften — Tokarnia, Zawadka, Krzczonów und Pcim — weit hinauf zu den Gipfeln und verleihen der Landschaft einen malerischen, bäuerlichen Charakter. Im Frühling und Sommer liegt das Massiv in sattem Grün, im Herbst leuchten die Buchen- und Tannenwälder in Gold und Rot. Gleich unterhalb des Gipfels Gronik (839 m) öffnet sich die große Lichtung Pękalówka — ein herrlicher Rastplatz mit Blick auf die umliegenden Hügel.
AufstiegsmöglichkeitenDas gesamte Massiv entwässert in das Raba-Flusssystem. Die Kämme bestehen aus widerstandsfähigem Magura-Sandstein, stellenweise — etwa auf der Südseite des Jaworzyński Wierch (782 m) — haben weichere Schiefer charakteristische Sättel zwischen den Gipfeln geformt.
An den nordöstlichen Hängen des Kotoń, auf dem Hügel Słowiakowa Góra, wartet ein großer Felsbrocken namens Teufelstein — eine jener lokalen Legenden, die jeder Wanderung durch diese Hügel ein besonderes Flair verleihen.