Die Kotelnica ist ein ruhiger, bewaldeter Gipfel im Lubań-Kamm der Gorce-Berge, der eine der düsteren Legenden dieser Region verbirgt. Mit ihrem Fichtenwald bietet sie keine weiten Panoramen, dafür aber eine urwüchsige Atmosphäre und eine Geschichte, die bei den Bewohnern der umliegenden Dörfer bis heute lebendig ist.
Die Hänge der Kotelnica unterscheiden sich stark: Die nördlichen Flanken fallen steil zum Tal des Ochotniczanka-Bachs ab, während die südliche Seite sanft in einen Kamm übergeht, der den Hubny-Bach vom Szlembarski-Bach trennt und Felder und Gehöfte des Dorfes Huba freigibt. Der Fichtenwald sorgt im Sommer für angenehmen Schatten und im Winter für eine geradezu unheimliche, schneegedämpfte Stille. Ein Gipfel für Wanderer, die die raue, geheimnisvolle Seite der Gorce mehr schätzen als spektakuläre Ausblicke.
Wie man den Gipfel erreichtDer Name Kotelnica stammt von einem Dialektwort für den Ort, an dem Schafe lammen — ein Hinweis auf die frühere Hirtentradition der Region. Örtliche Überlieferungen berichten zudem, dass hier einst Selbstmörder in unmarkierten Gräbern bestattet wurden, und die umliegenden Weiden 'Ku wisielcom' (Zu den Gehängten) genannt wurden — eine Geschichte, die in Ochotnica und Szlembark bis heute erzählt wird.