Die Koszysta ist einer der wildesten und unberührtesten Gebirgskämme der gesamten Hohen Tatra — ein Ort, durch den kein markierter Wanderweg führt und der seit fast einem Jahrhundert unter strengem Naturschutz steht. Wer die Tatra so erleben möchte, wie sie vor dem Massentourismus aussah, findet hier seinen Platz.
Der Kamm erstreckt sich etwa 3 km in nördlicher Richtung vom Bereich des Krzyżne-Passes und trennt das Waksmundzka-Tal vom Pańszczyca-Tal. Seine Hauptgipfel sind Waksmundzki Wierch (2186 m), Wielka Koszysta (2193 m) und Mała Koszysta (2014 m). Das Massiv ist das am weitesten nach Norden vorgeschobene Zweitausender-Massiv der Tatra und zugleich der nördlichste Ausläufer des Granit-Kerns des Gebirges. Die Hänge sind mit seltenen Urwäldern aus Fichten und Zirbelkiefern bedeckt und dienen als Rückzugsgebiet für Großsäuger. Im Frühling und Sommer herrscht hier eine außergewöhnliche Stille, im Herbst leuchten die Hänge in satten Farben.
Anreise zum GipfelDen ersten dokumentierten Aufstieg unternahm Ludwik Zejszner am 3. August 1838 im Rahmen barometrischer Messungen. 1932 wurde das Massiv vom polnischen Fiskus erworben und 1936 unter strengen Schutz gestellt — eines der ersten derartigen Schutzgebiete in der Tatra.