Die Kostrza (730 m ü.d.M.) ist ein typischer Gipfel des Beschid Wyspowy — jener faszinierenden Mittelgebirgslandschaft in Südpolen, wo bewaldete Kuppen wie grüne Inseln aus dem Hügelland aufragen. Wer die Stille des alten Buchenwaldes und ein wenig Wildnis sucht, ist hier genau richtig.
Der Gipfel hat einen länglichen Rücken mit deutlich unterschiedlichen Hangneigungen: Die nordöstlichen Hänge fallen steil ins Tal des Rybski-Baches ab, während die übrigen Flanken sanfter abfallen. Sturmschäden im Gipfelbereich haben den Blick nach Süden geöffnet — eine willkommene Belohnung. Im Frühjahr und Herbst leuchtet der alte Buchenwald auf den Nordhängen in besonderem Licht. Am Gipfel warten Bänke, ein Tisch und eine große Karte des gesamten Beschid-Wyspowy-Gebirges auf müde Wanderbeine. Wildschweine, Rehe und Feldhasen fühlen sich hier sichtlich wohl.
Anstieg zum GipfelDie Einheimischen nannten den Gipfel früher 'Piwnicysko' und suchten hier nach Spuren einer versunkenen vorgeschichtlichen Burganlage — die Legende besagt, sie sei mitsamt einem Stück des Berges in die Erde gesunken. Die rätselhafte Mulde unterhalb des Gipfels gibt der Geschichte noch heute Nahrung. Sehenswert sind auch die Naturdenkmal-Buche 'Pan Buk' mit 5,5 m Stammumfang und die mächtige Weisstanne 'Parasol'.