Die Koskowa Góra (867 m ü.d.M.) ist der höchste Gipfel der gleichnamigen Kette in den Makowska-Beskiden — ein stiller, lohnender Berg, der mit etwas aufwartet, das in der Region selten ist: einer weiten, weitgehend waldfreien Kuppe und einem Rundumblick über den gesamten Horizont. Wer abseits des Trubels Ruhe sucht, ist hier genau richtig.
Das Gipfelplateau ist flach und offen, ehemals Ackerland, heute Wiesen, die langsam wieder vom Wald zurückerobert werden. Die grasüberwachsenen Steinhaufen, die sich über den Hang verteilen, erzählen von Generationen von Bauern, die diese Felder bewirtschafteten. An klaren Herbsttagen reicht der Blick bis zu den Tatra und zur Babia Góra; im Sommer blühen die Bergwiesen; im Winter verwandelt Schnee den Kamm in eine stille, stimmungsvolle Kulisse. Am Nordhang sind noch die Zickzack-Schützengräben erkennbar, die deutsche Truppen 1944 aushoben — ein nachdenklich stimmender Überrest der Kämpfe vom 28. Januar 1945.
AufstiegsmöglichkeitenDer Legende nach sollte die Christusfigur in der Kapelle ursprünglich nach Kalwaria Zebrzydowska gebracht werden — doch die Ochsen, die sie transportierten, blieben an dieser Stelle stehen und ließen sich nicht weitertreiben. Man deutete dies als Zeichen Gottes und errichtete die Kapelle genau dort.