Die Chałubiński-Koppe (2075 m ü.d.M.), in Polen als Kopa nad Wrotami bekannt, ist ein markanter Felsgipfel im Hauptkamm der Hohen Tatra — kein Ziel für Wanderer, sondern ein echter Kletterberg, der erfahrene Alpinisten belohnt.
Der Gipfel liegt zwischen der Chałubiński-Pforte (2022 m) im Westen und der Szczerbina nad Wrotami-Scharte (ca. 2050 m) im Osten. Er zeichnet sich durch einen sanft geneigten Grat und steile Wände aus: Die Nordostwand fällt rund 110 m ins Tal za Mnichem ab und ist etwa 160 m breit, die Südwestwand sinkt ungefähr 70 m ins Ciemnosmreczyńska-Tal ab. Die Felsstrukturen wirken zu jeder Jahreszeit imposant — im Winter verwandelt sich die gesamte Umgebung in eine besonders eindrucksvolle Hochgebirgskulisse.
Anstieg zum GipfelDie erste dokumentierte Sommerbesteigung erfolgte am 7. September 1908 durch Stefan Komornicki, Jerzy Żuławski und Bergführer Józef Gąsienica Tomków — ein Zeugnis dafür, dass die Tatra schon früh systematisch erschlossen wurde.