Die Kopa nad Białym ist ein bescheidener, vollständig bewaldeter Hügel am Ausgang des Białe-Tals in den polnischen Westlichen Tatra. Gipfelpanoramen sucht man hier vergebens, dafür wartet ein echtes Stück Tatra-Geschichte: Jahrhundertelang führte hier der einzige Weg in die höheren Lagen des Tals entlang.
Der Hügel bildet den unteren Teil des Spaleniec-Kamms, der das Białe-Tal vom Spadowiec-Tal trennt. Der dichte Bergregenwald spendet im Sommer angenehmen Schatten und leuchtet im Herbst in den warmen Farben von Buche und Fichte. An den östlichen Hängen, zur Seite des Białe-Tals hin, versteckt sich ein kleiner Felsen namens Kazalnica — ein malerisches Felsnadel im grünen Waldkleid. Die Südhänge fallen sanft zur Droga pod Reglami ab, wo sich eine kleine Lichtung öffnet.
Anreise zum GipfelJahrhundertelang trieben Hirten ihre Herden auf dem alten Pfad an der Kazalnica vorbei zur Hala Białe hinauf — die enge Schlucht namens Kotły war für Vieh schlicht unpassierbar. Den heutigen Weg durch das Talinnere ließ man erst 1905 anlegen.