Der Kegel — auf Polnisch Kołowa Czuba — ist ein markanter Gipfel auf 2105 m Höhe im südlichen Grat des Mały Kozi Wierch in der polnischen Tatra. Er teilt das obere Stockwerk des Fünf-Seen-Tals in zwei reizvolle Nebentäler und bietet dabei ein Bergerlebnis abseits der großen Touristenströme.
Der Berg zeigt zwei sehr unterschiedliche Gesichter: Die nordwestliche Seite fällt sanft zum Talkessel Dolinka pod Kołem ab und war einst Weidegebiet für Schäfer — ein Umstand, der die Besteigung von dieser Seite angenehm unkompliziert macht. Die Ostseite hingegen fällt in steilen Felswänden zur Dolinka Pusta ab und verleiht dem Gipfel seinen imposanten Charakter. Im Sommer eröffnet der Gipfel ein wunderbares Panorama auf die umliegenden Kare und Seen, im Herbst leuchten Flechten und Almgräser in warmen Goldtönen.
AufstiegsmöglichkeitenGeologisch bemerkenswert: Der Geograph Stanisław Lencewicz stellte 1936 fest, dass der Kegel während der letzten Eiszeit als Nunatak über den Gletscher hinausragte — eine einsame Felsinsel im Eis. Eine faszinierende Vorgeschichte für einen eher bescheiden wirkenden Gipfel.