Die Kobyla (802 m ü.d.M.) ist ein bewaldeter Gipfel im Stożek-Czantoria-Kamm der Schlesischen Beskiden — ein ruhiges, etwas verstecktes Ziel, das mit offenen Lichtungen, einem kleinen Siedlungsidyll und sogar einem Klettergebiet überrascht. Wer abseits der großen Touristenströme wandern möchte, ist hier genau richtig.
Die Kobyla bildet den höchsten Punkt eines seitlichen Rückens, der sich in der Nähe des Kleinen Stożek vom Hauptkamm in Richtung des Kopydło-Tals abzweigt. Im Norden liegt das Dziechcinka-Tal, im Süden das Tal des Łabajowa-Bachs — der Gipfel wirkt dadurch angenehm abgeschirmt und hat seinen ganz eigenen, stillen Charakter. Der bewaldete Scheitel wird von Lichtungen auf der Nord- und Ostseite umrahmt, auf denen die kleine Siedlung Kobyla liegt, die zur Stadt Wisła gehört. Im Sommer leuchten die Wiesen saftig grün, im Herbst färben Buchenwälder die Hänge golden. Unterhalb der Lichtungen lohnt sich ein Abstecher zur Krzakoska Skała — einem markanten Felsvorsprung, der von Kletterern genutzt wird.
AufstiegsmöglichkeitenIm 19. Jahrhundert stand auf diesen Hängen noch eine Schäferhütte — doch bereits 1913 hielt der Forscher Ludomir Sawicki fest, dass sie seit Langem nicht mehr existiert. Heute erinnern nur noch die offenen Lichtungen und die kleine Siedlung mit dem Namen des Gipfels an die einstige Hirtenkultur.