Die Klejowa Góra ist eine der wildesten und unzugänglichsten Ecken der Pieninen — eine markante, felsige Halbinsel im Drei-Kronen-Massiv, die von drei Seiten vom Fluss Dunajec umschlossen wird. Hier regiert die Natur nach ihren eigenen Gesetzen, unberührt und ursprünglich.
Zusammen mit der Łysina bildet sie die sogenannte Łysina-Gruppe, eingebettet in den größten Durchbruch des Dunajec. Die Hänge sind mit dichtem Tannenwald bedeckt, in dem mächtige, rund 150 Jahre alte Tannen stehen. Am nördlichen Ausläufer erhebt sich das beeindruckende Felsabbruch genannte Facimiech — vom Fluss unterspült und wie eine natürliche Festung wirkend. Früher gab es hier kleine Lichtungen, doch seit das Gebiet unter den Schutz des Pieniny-Nationalparks gestellt und das Mähen eingestellt wurde, erobert der Wald sie langsam zurück. Am Ufer des Dunajec sind noch Reste der Rówienki-Lichtung erhalten, wo einst ein einsamer Bauernhof stand.
Aufstieg zum GipfelEine echte botanische Besonderheit sind die hier wachsenden Sadebaum-Wacholder — zu den letzten Vorkommen dieser Art in Polen gehörend. Auf dem Facimiech und der Klejowa Góra wurden sechs Exemplare gezählt, von nur acht in den gesamten Pieninen. Auch die in Polen seltene Mittlere Spierstaude wächst hier und macht diesen Ort zu einem der wertvollsten Naturjuwelen der Region.