Die Kikula (1.105 m ü. d. M.) ist ein stiller, bewaldeter Gipfel in den Żywiec-Kysuce-Beskiden, der mehr zu bieten hat, als man zunächst vermuten würde. Genau hier treffen die polnisch-slowakische Staatsgrenze und die Große Europäische Wasserscheide aufeinander — Wasser, das links des Gipfels fällt, fließt letztendlich in die Ostsee, während es rechts davon dem Schwarzen Meer zustrebt.
Die Kikula liegt zwischen dem Gipfel Jaworyna (1.173 m) und dem Pass Przełęcz pod Banią (1.000 m) und gehört zur Wielka-Racza-Gruppe. Der Gipfel ist vollständig bewaldet — weite Aussichten gibt es hier nicht, dafür aber die ruhige, ursprüngliche Atmosphäre eines echten Beskidenkamms. Die polnischen Hänge fallen ins Tal des Baches Z Ciapkowa ab, die slowakischen in das Tal des Šimkový potok. Im Herbst verwandeln sich Buchen und Fichten in ein leuchtendes Mosaik aus Gold und Rotbraun, im Winter liegt dichter Schnee auf dem Kamm.
Anfahrt und AufstiegDer Name 'Kikula' stammt aus der walachischen Sprache und bedeutet schlicht 'ein bewachsener Berg' — eine Beschreibung, die bis heute vollkommen zutrifft. Die Walachen, wandernde Hirten, die vor Jahrhunderten durch die Karpaten zogen, hinterließen ihre sprachlichen Spuren im gesamten Beskidenraum.