Die Ententalspitze (2401 m ü. M.) gehört zu jenen Gipfeln der Hohen Tatra, die man sich erst verdienen muss — ruhiger als die berühmten Nachbarn, mit echtem Hochgebirgscharakter und ohne die üblichen Menschenmassen. Genau das macht sie für alle interessant, die die Berge lieber in Stille erleben.
Der Gipfel liegt im Hauptkamm der Hohen Tatra zwischen dem Batizovatal im Süden und dem Entental (Kačacie údolie) im Norden. Das Granitgelände ist in jeder Jahreszeit ausdrucksstark: Im Sommer bieten sich weite Blicke entlang des Kamms, im Winter wird das Gebiet zu ernstem Hochalpingelände — die Erstbesteigung im Winter erfolgte erst am 13. April 1914. Im Westen zieht der Popradský Ľadový štít die meisten Wanderer auf sich, im Osten lockt der Batizovský štít mit seiner bekannten Südwand die Kletterer. Die Ententalspitze liegt ruhig dazwischen, erreichbar über den Oberen Entenpass (Vyšné kačacie sedlo) von Westen und den Unteren Entenpass (Nižné kačacie sedlo) von Osten.
AufstiegsmöglichkeitenDer Name des Gipfels geht auf eine alte Legende zurück: Eine goldene Ente soll im Entental alljährlich zur Sommersonnenwende ein riesiges goldenes Ei gelegt haben — Goldsucher suchten das Tal jahrhundertelang vergeblich ab.