Der Ententalturm (Kacza Turnia) erhebt sich auf 2197 m in der Pusta Grań über dem Ententaltal — ein Ziel fast ausschließlich für Bergsteiger, das jedoch eine dramatische Geschichte in sich trägt. Kein Gipfel für einen gemütlichen Sonntagsspaziergang, sondern ein echtes alpinistisches Ziel in der Hohen Tatra.
Der Turm besitzt zwei Gipfel, getrennt durch eine kleine Scharte, und seine Ostwand fällt beeindruckende 500 Meter zu den Geröllfeldern des Ententals und der Ententalbucht ab — eine der imposantesten Wände in diesem Teil des Grates. Die Westwand ist deutlich niedriger, aber praktisch bedeutsamer, denn hier verläuft der Abstiegspfad von der Gankowa-Galerie, den Kletterer regelmäßig nutzen. Die Atmosphäre hier ist wild und unversöhnlich — Nebel kann blitzschnell die Sicht rauben, und das Gelände ist übersät mit Abbrüchen, Platten und Verschneidungen.
Wie man den Gipfel erreicht
Praktische Informationen
Mit dem Ententalturm verbindet sich eine dramatische Expedition aus dem Jahr 1937 — R. Hala, W.H. Paryski und L. Januszewicz irrten drei Tage lang im Nebel, Regen und ohne Nahrung umher, bevor sie zufällig auf die Querung stießen, die heute als Abstiegspfad dient. Diese Expedition beschrieb Wawrzyniec Żuławski in seinem Essay 'Gdy Tatry ogarnie powódź'.