Die Krötenseespitze — auf Polnisch Jaworowy Szczyt — ist mit 2418 m einer der eindrucksvollsten Gipfel der Hohen Tatra und thront über dem Javorová-Tal sowie dem Großen Kohlbachtal. Wer hier oben stehen möchte, braucht einen lizenzierten Bergführer — doch die Aussicht entschädigt für jeden Aufwand.
Das Massiv beeindruckt zu jeder Jahreszeit. Im Sommer rahmen saftig grüne Täler die felsigen Wände ein, im Herbst leuchten die Hänge in warmen Farbtönen, und im Winter verwandelt sich der Gipfel in eine ernste, hochalpine Kulisse. Vom Gipfel genießt man ein vollständiges Rundum-Panorama: die umliegenden Hochtatragipfel, den Kamm der Belianischen Tatra und bei klarer Sicht sogar die Beskiden der Arwa und die Gegend um die Kráľova Hoľa.
Aufstieg zum GipfelDer Name des Gipfels geht auf das benachbarte Javorová-Tal zurück — 'javor' bedeutet auf Slowakisch Ahorn. Einst wuchsen dort Ahornbäume, die im 18. Jahrhundert von Tischlern, Volkshandwerkern und sogar zur Zuckerherstellung genutzt wurden. Die erste bekannte Besteigung fand am 13. August 1897 statt, als Karol Englisch mit seiner Mutter Antónia und Bergführer Ján Hunsdorfer den Gipfel erreichte.