Der Jahodná ist ein sanfter, bewaldeter Hügel am nördlichen Rand von Třinec, der mit seinem Kalksteinuntergrund eine botanische Besonderheit der Region darstellt. Hier wachsen stark gefährdete Orchideenarten, die man in der weiteren Umgebung kaum noch findet — ein echtes Naturjuwel im Schlesischen Beskidenvorland. Wer ruhige Spaziergänge durch blumenreiche Wiesen und lichte Mischwälder liebt, wird sich hier sofort wohlfühlen.
Der Hügel liegt am Rand des Čantoryja-Kamms und fällt sanft nach Westen in die Třinec-Furche ab. Die Landschaft wechselt angenehm zwischen gepflegten Mähwiesen, Eichen-Hainbuchen-Wäldern und Buchenwäldern nahe dem Kamm. Im Frühjahr blühen auf den sonnigen Wiesen blasse Knabenkraut-Arten, Fleischfarbenes Knabenkraut, Geflecktes Knabenkraut und Weißes Waldvöglein. Der Sommer bringt sattgrüne Vegetation und Vogelgesang, der Herbst taucht die Eichen und Buchen in warme Goldtöne. Das Gelände ist durchgehend leicht begehbar, ohne nennenswerte Anstiege — ideal für Familien und Gelegenheitswanderer.
Aufstieg zum GipfelMitte des 19. Jahrhunderts wurden hier Stollen angelegt, um Siderit für die Třinec-Eisenwerke abzubauen. Nach der Eröffnung der Bahnlinie Košice–Bohumín 1863 wurde das Erz aus der Slowakei bezogen, die kleinen Stollen wurden aufgegeben und sind heute spurlos verschwunden.