Die Hunsdorfer Spitze (2.352 m) ist ein stiller, aber lohnender Gipfel in den Hohen Tatra, der am Ende eines kurzen Seitenkamms des Käsmarker Gipfels aufragt — unmittelbar über dem bekannten Steinbachsee (Skalnaté pleso) nahe Tatranská Lomnica. Wer diesen Gipfel erreicht, wird mit einem beeindruckenden Rundblick belohnt.
Die Hänge sind überwiegend schuttbedeckt und mäßig steil, während der felsige Gipfel selbst ein Panorama über die Hohe und Belaer Tatra, das Podtatranské Becken, Teile der Niederen Tatra sowie zahlreiche Gipfel auf der polnischen Seite der Grenze eröffnet. Bei klarer Herbstluft reicht der Blick erstaunlich weit. Das Gipfelgebiet liegt in einem Naturschutzgebiet und bewahrt damit eine Ursprünglichkeit, die den touristisch erschlossenen Nachbargipfeln fehlt.
Aufstieg zum GipfelBereits im 17. Jahrhundert zogen Gruppen von Schülern aus Käsmark (Kežmarok) über diese Hänge, mit dem hochgesteckten Ziel, den Käsmarker Gipfel zu besteigen. Die ersten dokumentierten Klettertouren auf die Hunsdorfer Spitze selbst fanden erst 1928 statt, als Helena Dębińska, Jadwiga Honowska und die Gebrüder Szczepański drei Routen durch die steile Westwand erschlossen.