Der Taubenhaus (1071 m ü. NN) — auf Tschechisch Holubník — ist ein markanter Gipfel im Heindorfer Kamm des Isergebirges, wo Granitfelsen aus dem Wald ragen und einen vollständigen Rundblick in alle Himmelsrichtungen bieten. Ein bescheidener, aber charaktervoller Berg mit echter Stille und einer wild-melancholischen Atmosphäre.
Am Gipfel erwartet dich ein etwa zehn Meter hoher Felsen — nicht ganz leicht zu erklimmen, aber mit einer 360-Grad-Aussicht belohnt. Der umliegende Wald trägt sichtbare Narben früherer Industrieimmissionen, die den ursprünglichen Mischwald verwüstet haben. Übrig geblieben sind verwitterte Fichten und Vogelbeeren, die der Landschaft einen rauen, fast unheimlichen Charakter verleihen. Am Kamm sind deutliche Geländeterrassen zu erkennen, rund um den Gipfel lassen sich faszinierende Granitverwitterungsformen entdecken. Im Sommer ist es hier ruhig und grün, im Herbst leuchten die Vogelbeeren orange vor grauem Gestein.
So erreicht man den GipfelDas Denkmal 'Weißer Tod' am nahe gelegenen Sattel ist eine jener stillen Erinnerungen daran, dass die Berge schon immer ihre eigenen Regeln hatten — einen kurzen Moment des Innehaltens ist es allemal wert.