Die Holica (828 m ü. d. M.) ist einer jener Gipfel in der Pieniny, die nicht durch ihre Höhe, sondern durch ihre wilde, unberührte Natur beeindrucken. Steile Felswände, die fast 400 Meter über das Dunajec-Durchbruchstal abfallen, dramatische Kalksteintürme und nahezu vollständige Stille — hier regiert die Natur uneingeschränkt.
Der schmale, etwa einen Kilometer lange Kamm der Holica erhebt sich wie eine natürliche Mauer über dem Dunajec. Die Nordhänge mit einer Neigung von rund 45° bergen beeindruckende Kalksteinformationen — die schönste Gruppe nennt sich 'Sieben Mönche' (Sedem Mnichov), ein Ensemble aus mehreren Felstürmen, das sich vom Fuß des Berges bis auf über 700 m erstreckt. Das gesamte Massiv ist von typischen Pieniny-Buchen-Tannen-Wäldern bedeckt, auf den südwestlichen Hängen finden sich Reste natürlicher Lindenbestände. Im Frühling und Sommer blüht auf den Kalkfelsen eine interessante trockenheits- und wärmeliebende Flora; im Herbst leuchten die Buchenwälder in sattem Gold.
Aufstieg zum GipfelDer Gipfel trug früher den Namen Holica — dem Forscher Eugeniusz Janota zufolge geht dieser Name darauf zurück, dass der Wald auf dem Berg vor einigen Jahrzehnten abgebrannt war und der Hang 'kahl' dastand. Heute bedeckt wieder dichter Wald seine Hänge, und die Holica bleibt einer der wildesten Winkel der gesamten Pieniny.