Der Hessenstein (878 m ü. NHN) im Bayerischen Wald ist einer jener Gipfel, die man einfach ins Herz schließt: überschaubar im Aufstieg, aber mit echtem Flair — rauem Granit, einem hölzernen Gipfelkreuz und einem Ausblick, der die kurze Wanderung mehr als aufwiegt.
Was den Hessenstein so besonders macht, ist sein Gestein: Der Gipfelbereich besteht aus grobkörnigem, granatführendem Gneis, der durch jahrtausendealte Wollsackverwitterung zu einer imposanten Felsklippe geformt wurde. Die abgerundeten Felsblöcke verleihen dem Gipfel das Aussehen einer natürlichen Skulpturenlandschaft. Ein kleiner Kletterspaß wartet ganz oben — wer das Gipfelkreuz erreichen will, muss sich die letzten Meter leicht kletternd über die Felsen tasten. Der Ausblick reicht nach Süden und Westen zur Höhenkette des Vorderen Bayerischen Waldes. Im Sommer leuchtet der Wald satt grün, im Herbst verwandelt er sich in ein Meer aus Gold und Rot, und im Winter liegt die Felsgruppe malerisch unter Schnee.
AufstiegsmöglichkeitenWer genau hinschaut, entdeckt im Gneis dunkelrote Granate — ein kleines geologisches Highlight, das den Hessenstein auch für Naturfreunde mit einem Faible für Gesteinskunde zu einem lohnenden Ziel macht.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)