Der Haidel (1166 m ü. NHN) ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte im Bayerischen Wald — ein weithin sichtbarer Gipfel, dessen markanter Aussichtsturm an klaren Tagen den Blick bis zu den Alpen freigibt. Wer hier oben steht, versteht sofort, warum dieser Berg seit Jahrzehnten Wanderer und Tagesausflügler anzieht.
Der Gipfel bildet einen breiten, flachen Rücken, der von dichtem Wald bedeckt ist. Das macht ihn zu einem Ort, der in jeder Jahreszeit seinen eigenen Reiz hat: Im Frühling duftet es nach frischem Harz, im Sommer bietet der Wald angenehmen Schatten, im Herbst leuchten Buchen und Tannen in warmen Farben, und im Winter verwandelt sich der Gipfelrücken in eine stille Schneelandschaft. Von der Aussichtsplattform auf über 30 Metern Höhe genießt man eine 360-Grad-Rundschau über den Bayerischen Wald, den böhmischen Šumava und — bei guter Fernsicht — die Alpenkette am südlichen Horizont.
Aufstieg zum GipfelSchon im Mittelalter führte hier der Prachatitzer Steig über den Haidel — einer der berühmten 'Goldenen Steige', auf denen Salz aus dem Passauer Raum nach Böhmen gehandelt wurde. Ein kleines Stück europäische Handelsgeschichte unter den Füßen der heutigen Wanderer.
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