Die Haide ist ein unscheinbarer, aber reizvoller Gipfel im östlichen Riesengebirge, der im Schatten deutlich höherer Nachbarn liegt. Mit fast 1.000 Metern Höhe verschwindet sie förmlich zwischen den umliegenden Bergen - und genau das macht sie zu einem lohnenden Ziel für alle, die abseits des Trubels ruhige Waldwanderungen suchen.
Der Berg bildet den Abschluss eines kurzen Höhenrückens, der südlich vom Lesní hřeben (Waldkamm) abzweigt. Der flache Gipfel geht im Norden sanft in einen niedrigen Sattel über, während die übrigen Hänge deutlich steiler abfallen. Einst war der gesamte Gipfelbereich mit Fichtenmonokultur bewirtschaftet, die inzwischen größtenteils gerodet wurde - die entstandenen Freiflächen wachsen langsam wieder zu. Auf den Hängen findet man vereinzelte Bergchalets und kleine Wiesenenklaven, die dem Ort einen ursprünglichen, fast vergessenen Charakter verleihen. Das gesamte Gebiet liegt im Nationalpark Riesengebirge, weshalb die Umgebung noch weitgehend naturbelassen ist.
Wie man zum Gipfel kommtInteressant ist, dass die Haide im Einzugsgebiet der Malá Úpa liegt, die den Berg von Osten umfließt - und ihr Name erinnert, ebenso wie die deutsche Form Haide, an die einstige deutschsprachige Geschichte der Region.