Der Glinne (1034 m ü.M.) ist ein stark gegliederter Gipfel im Gebirgszug von Barania Góra und Skrzyczne in der Schlesischen Beskidenkette, der mit seinem felsigen Charakter in einer sonst sanften, bewaldeten Landschaft überrascht. Er erhebt sich über dem Soła-Tal, direkt über dem Dorf Węgierska Górka, und verbirgt trotz dichter Bewaldung noch immer interessante Felsformationen.
Der Berg besteht aus mächtigen Bänken des Istebna-Sandsteins, die an vielen Stellen der Hänge und Nebenkämme als felsige Kanzeln und Mauern zutage treten. In der Zwischenkriegszeit war der Gipfel noch kahl und steinig und bot einen weiten Blick auf Babia Góra und Pilsko — heute ist der gesamte Bergmassiv bewaldet: Fichten, Tannen, Buchen sowie tiefer liegende Lärchen- und Kiefernbestände. In den letzten Jahren wurden große Fichtenbestände durch Borkenkäferbefall und Windwurf stark geschädigt, was stellenweise wieder Ausblicke freigelegt hat. Die Atmosphäre auf dem Weg ist ruhig und waldig — ideal für Naturliebhaber, besonders im Herbst, wenn sich die Wälder golden und rot färben.
Wie man den Gipfel erreicht
Praktische Informationen
Interessant ist, dass auf dem Glinne der in Polen seltene Große Eichenbock (Cerambyx cerdo) vorkommt — ein kleines Refugium der Artenvielfalt in den Schlesischen Beskiden.