Der Glatte Berg — auf Polnisch Gładki Wierch (2065 m ü.d.M.) — ist einer der stilleren Gipfel des Hauptkamms der Hohen Tatra. Weniger bekannt als seine Nachbarn, dafür von gleich drei Tälern aus erreichbar und mit einem beeindruckenden Panorama belohnt. Wer die Hohe Tatra abseits der großen Touristenströme erleben möchte, ist hier genau richtig.
Der Gipfel erhebt sich über dem Tal der Fünf Polnischen Seen, dem Kobyla-Tal und dem Wierchcicha-Tal. Seine nördlichen Hänge fallen in sanften, grasigen Flächen ins Tal hinab — von diesen 'glatten' Hängen leitet sich der Name des Berges ab. Die nordöstlichen Flanken sind steiler, bilden aber keine eigentliche Wand. Im Sommer zeigt sich die Landschaft grün und weit, im Winter verwandelt sich der Kamm in einen kargen, schneebedeckten Grat. Eine tektonische Spalte direkt am Gipfel zeugt von der bewegten geologischen Geschichte der Tatra.
AufstiegsmöglichkeitenIm Winter 1929–1930 nutzten Krakauer Wissenschaftler diesen Gipfel als meteorologische Forschungsstation — heute erinnert nur noch eine tektonische Spalte im Fels an dieses besondere Kapitel der Berggeschichte.