Der Fuscher-Kar-Kopf (früher auch Fuschereiskarkopf genannt) ist ein 3331 m ü. A. hoher Berg am Alpenhauptkamm in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Er liegt an der Grenze zwischen den österreichischen Bundesländern Salzburg und Kärnten. Vom Gipfel zieht ein etwa 500 Meter langer, geschwungener, früher firnbedeckter Grat zur Nordwestschulter (3252 m), die von Westen betrachtet wie ein Gipfel wirkt und in der Literatur „Nordwestgipfel“ genannt wird.
Nach Nordwesten und Osten verlaufen weitere ausgeprägte Grate, die den Alpenhauptkamm bilden. Nach Südosten zweigt die Heiligenbluter Freiwand (Freiwandgrat) ab, ein mächtiger Seitenkamm, der als Südostgrat am Fuscher-Kar-Kopf beginnt. Die mitunter „Nordwestgipfel“ genannte Nordwestschulter hat eine gewaltige, etwa 650 Meter hohe Westwand, die früher mit Firn überzogen war, heute aber mit losen Felsplatten bedeckt ist. Der Berg ist vorwiegend aus Kalkglimmerschiefer aufgebaut, der an der Oberfläche typischerweise sandig als Bratschen angewittert ist. Als Flugsand werden diese Kalkglimmerschiefer in das südlich gelegene Kar, die Gamsgrube verfrachtet, wo die so entstehende Dünenlandschaft als Sonderschutzgebiet ausgewiesen ist.
Der Fuscher-Kar-Kopf ist vom Standort der 2016 abgetragenen Hofmannshütte aus leicht über den Südwestgrat zu erreichen und bietet eine gute Aussicht auf den Großglockner und die Pasterze. Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe dauert der Aufstieg via Gamsgrubenweg 30 Minuten länger. Zuerst bestiegen wurde der Fuscher-Kar-Kopf in den 1840er Jahren durch den Jäger Gregor Maier, genannt Badhans, aus Fusch.